Matthäus 5,8

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

1. Timotheus 1,5

Denn die Hauptsumme des Gebots ist Liebe von reinem Herzen und von gutem Gewissen und von ungefärbtem Glauben.

Psalm 51,12

Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, bestän­di­gen Geist.

Psalm 62,7

Er ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht wanken werde.

Über uns

Heute besteht der größte Skandal darin, gegen den Strom zu schwimmen.

Reine Herzen

ist eine Initiative für junge Menschen und Paare, die mit der körperlichen Hingabe bis zur Ehe warten – eine Gegenbewegung zum gesellschaftlichen Mainstream, der die sexuelle Vereinigung von Mann und Frau außerhalb der Ehe propagiert. Die Bewegung hat als Grundlage eine christliche, katholische Ausrichtung mit dem Hintergrund der Theologie des Leibes von Papst Johannes Paul II.

Reine Herzen Gruppenbild

Neuste Beiträge

Hildegard von Bingen: Deutschlands faszinierende Mystikerin

Eine Frau des 12. Jahrhunderts schreibt große Bücher, komponiert Musik, gründet Klöster, predigt öffentlich und widerspricht den Mächtigen ihrer Zeit. Hildegard von Bingen war eine außergewöhnliche Frau und eine der facettenreichsten Gestalten des Mittelalters.

1098 geboren, kam sie schon als Kind in eine geistliche Gemeinschaft und wurde später Benediktinerin und Äbtissin. Doch ihr Leben spielte sich keineswegs nur hinter Klostermauern ab. Hildegard gründete zwei Klöster, führte eine umfangreiche Korrespondenz und schrieb an Päpste, Bischöfe und Kaiser.

Auf mehreren Predigtreisen sprach sie öffentlich in Städten wie Mainz, Würzburg, Bamberg und Trier. Sie kritisierte Missstände in der Kirche und nahm besonders Geistliche in die Pflicht. Auch Kaiser Friedrich Barbarossa widersprach sie, als er Gegenpäpste unterstützte. Für Hildegard gehörten Glaube und Haltung zusammen. Wer Verantwortung trug, musste sich daran messen lassen.

Und dann sind da ihre Werke. Sie zeigen, wie unglaublich vielseitig diese Frau war.

In ihrem großen Visionswerk Scivias, „Wisse die Wege“, schreibt Hildegard in eindrucksvollen Bildern über Gott, den Menschen, die Kirche und die Schöpfung. Weitere theologische Werke folgten. Sie beschäftigte sich mit Natur und Heilkunde, verfasste zahlreiche Briefe und komponierte mehr als 70 geistliche Gesänge.

Besonders faszinierend ist ihr Ordo Virtutum, das „Spiel der Tugenden“. Hildegard bringt darin auf die Bühne, was im Inneren eines Menschen geschieht. Eine Seele muss sich entscheiden, welchen Stimmen sie folgen will. Der Teufel versucht sie zu verführen. Ihm gegenüber stehen die Tugenden wie Demut, Liebe, Hoffnung und Gehorsam. Sie sind keine abstrakten Begriffe, sondern werden zu lebendigen Gestalten, die um die Seele ringen.

Darin steckt ein Gedanke, der auch nach fast 900 Jahren erstaunlich nah ist: Welche Stimmen bestimmen eigentlich mein Leben? Was macht mich unfrei? Was zieht mich herunter? Und was hilft mir, der Mensch zu werden, der ich vor Gott sein kann?

Das Gute ist bei Hildegard deshalb keine langweilige Pflichterfüllung. Es hat Klang, Schönheit und Leben.

Ihre Frömmigkeit war allerdings anders als vieles, was wir heute unter Spiritualität verstehen. Hildegard lebte aus Gebet, Bibel und Liturgie. Ihre Visionen verstand sie aus ihrem christlichen Glauben heraus. Sie kannte Sünde, Umkehr und die Verantwortung des Menschen vor Gott genauso wie die Schönheit und Lebenskraft der Schöpfung. Dafür verwendete sie das wunderbare Bild der „Viriditas“, der Grünkraft.

Gerade deshalb sollte man Hildegard nicht zur mittelalterlichen Esoterikerin machen. Bei ihr geht es nicht um geheimnisvolle Energien oder spirituelle Selbstoptimierung. Im Mittelpunkt steht Gott. Auch das, was heute als „Hildegard Medizin“ oder unter ihrem Namen als Heilmittel angeboten wird, ist nicht einfach mit ihrer Spiritualität gleichzusetzen.

Am 17. September, ihrem Todestag, feiert die Kirche ihren Gedenktag. Hildegard wird als Heilige verehrt und erhielt 2012 von Papst Benedikt XVI. einen ganz besonderen Titel: Kirchenlehrerin. Damit gehört sie zu dem kleinen Kreis von Heiligen, deren Lehre für den Glauben der ganzen Kirche besondere und bleibende Bedeutung hat.

Vielleicht fasziniert Hildegard gerade deshalb bis heute. Sie war Mystikerin und Macherin, Äbtissin und Künstlerin, Komponistin und Predigerin. Sie betete, schrieb, dachte, gründete und mischte sich ein.

Ihr Glaube machte sie nicht klein oder stumm. Er gab ihr eine Stimme.

Und diese Stimme ist nach fast 900 Jahren immer noch zu hören.

Liebe und Sex

 

Gerade um wahre, treue und ehrliche Liebe wachsen und reifen zu lassen, wäre die Intimität des Sexualaktes in einer noch jungen Beziehung verfrüht. Für viele Zeitgenossen ist das heute völlig unverständlich: „In einer Beziehung“ ist man doch erst, wenn man auch miteinander geschlafen hat!

Ja und nein. Weiterlesen

Die heilige Johanna von Orléans

Die heilige Johanna von Orléans (Jeanne d’Arc) wurde um 1412 in Domrémy in Frankreich geboren. Sie stammte aus einer einfachen Bauernfamilie und wuchs in einem tief religiösen Umfeld auf. Schon als Jugendliche berichtete sie von Visionen und Stimmen, die sie als Botschaften Gottes verstand. Nach ihrer Aussage forderten der Erzengel Michael sowie die heiligen Katharina und Margareta sie auf, Weiterlesen

Liebe – eine Entscheidung des Willens

Liebe ist in erster Linie eine Sache des Willens, nicht der Empfindungen oder Gefühle. Der Wille ist der Ruf, die Gefühle sind das Echo. Die mit der Liebe verbundene Freude und das Wohlbehagen – heute oft vorschnell mit Sexualität gleichgesetzt – sind gleichsam der Zuckerguss auf der Torte. Sie sind kostbar, aber nicht das Eigentliche. Ihr Sinn besteht darin, dass wir die Torte lieben und nicht nur den Zuckerguss. Weiterlesen

Päpste

  • ENZYKLIKA HUMANAE VITAE

    Die Weitergabe des Lebens

    Die überaus ernste Aufgabe, menschliches Leben weiterzugeben, durch die die Gatten freie und bewußte Mitarbeiter des Schöpfergottes sind, erfüllt sie immer mit großer Freude; doch ist die Freude vielfach mit nicht geringen Schwierigkeiten und Bedrängnissen verbunden. Zu allen Zeiten stellte die Erfüllung dieser Aufgabe das Gewissen der Gatten vor schwere Probleme. Die jüngste Entwicklung jedoch, die die menschliche Gesellschaft nimmt, bringt derartige Veränderungen mit sich, daß sich neue Frage erheben, denen die Kirche sich stellen muß, weil sie aufs engste mit menschlichem Leben und Glück zusammenhängen.

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    25.07.2015 | Dokumente | Päpste | erstellt von Papst Paul VI.
  • APOSTOLISCHES SCHREIBEN FAMILIARIS CONSORTIO

    Die Kirche im Dienst an der Familie

    Die Familie wurde in unseren Tagen – wie andere Institutionen und vielleicht noch mehr als diese – in die umfassenden, tiefgreifenden und raschen Wandlungen von Gesellschaft und Kultur hineingezogen. Viele Familien leben in dieser Situation in Treue zu den Werten, welche die Grundlage der Familie als Institution ausmachen. Andere sind ihren Aufgaben gegenüber unsicher und verwirrt oder sogar in Zweifel und fast in Unwissenheit über die letzte Bedeutung und die Wahrheit des ehelichen und familiären Lebens. Wieder andere sind durch ungerechte Situationen verschiedener Art in der Ausübung ihrer Grundrechte behindert.

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    22.11.1981 | Dokumente | Päpste | erstellt von JOHANNES PAUL II.