Dasselbe wollen und dasselbe abweisen – das haben die Alten als eigentlichen Inhalt der Liebe definiert: Das einander ähnlich werden, das zur Gemeinsamkeit des Wollens und des Denkens führt. Die Liebesgeschichte zwischen Gott und Mensch besteht eben darin, dass diese Willensgemeinschaft in der Gemeinschaft des Denkens und Fühlens wächst und so unser Wollen und Gottes Wille immer mehr ineinander fallen. Der Wille Gottes ist nicht mehr ein Fremdwille für mich, den mir Gebote von außen auferlegen, sondern mein eigener Wille. (Nr. 17)